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Qualität

Das „RAL-Gütezeichen“ signalisiert, dass die Kerze aus einer Fertigung mit systematischer Qualitätsprüfung nach RAL-Standard stammt.

Kopschitz ist Gründungsmitglied der Gütegemeinschaft Kerzen. Kerzen, die nach den Gütekriterien der Gütegemeinschaft hergestellt worden sind, dürfen mit einem entsprechenden Logo und dem Text „RAL Gütezeichen“ versehen sein.

Im Kriterienkatalog dieser Gütegemeinschaft ist spezifiziert geregelt, dass die von den Mitgliedern verwendeten Roh- und Hilfsstoffe keine Eigenschaften haben, die sich bei bestimmungsgemäßen Gebrauch der Kerzen gesundheitsschädigend auf den Verbraucher auswirken könnten. Die Erfüllung dieser Regel wird systematisch überwacht und von der Dekra in Stichproben überprüft.


Was hat der Verbraucher davon?

  • Das "Gütezeichen Kerzen" gewährleistet hohen Gebrauchswert und gleichbleibende Qualität. Die Produkte mit Gütezeichen brennen, bei richtigem Umgang, gleichmäßig ab und tropfen nicht. Der Verbraucher kann sicher sein, dass die Kerze so lange brennt, wie es auf der Packung steht.
  • Das "Gütezeichen Kerzen" verspricht nicht nur gutes Aussehen. Auch sind Formen, Farbtöne, Abmessungen und die Beschaffenheit des Dochtes gleichbleibend und verlässlich.
  • Das "Gütezeichen Kerzen" garantiert hohe Gesundheits- und Umweltverträglichkeit. Produkte mit Gütezeichen sind ausgesprochen ruß- und raucharm. Sie setzen keine bedenklichen Mengen an Dioxinen und PAKs (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) frei. Die Hersteller sind verpflichtet, keine schadstoffbelasteten Rohstoffe oder gesundheitsbedenklichen Kerzenfarben und -lacke zu verwenden. So sind deren Schwefel- oder Schwermetallgehalte außerordentlich gering.

Das Prüf- und Überwachungssystem im Detail:

Die Erstprüfung.

Ihr Bestehen ist die Voraussetzung für die Verleihung des Gütezeichens. Die zu testenden Kerzen müssen der laufenden Produktion entnommen werden. Brenndauer und -verhalten werden im Detail kontrolliert, so darf der Docht bei Kerzen von schlanker Form nach Ausblasen maximal 15 Sekunden lang "nachglimmen". Auch die verwendeten Kerzenrohstoffe kommen unter die Lupe: Schwefel- und Schwermetallgehalt dürfen strenge Grenzwerte nicht überschreiten. Zum Beispiel muss der Gehalt an Schwermetallen deutlich unter der für Kinderspielzeug maßgeblichen Europanorm EN 71 liegen. Tee- und Grablichte müssen spezielle, dem Verwendungszweck angepasste Bestimmungen erfüllen. Die Erstprüfung erfolgt durch die DEKRA, eine der bedeutendsten Prüfstellen in Deutschland.

Die Eigenüberwachung.

Sie stellt eine gleichbleibende und verlässliche Qualität sicher. Der Hersteller muss seine Produkte kontinuierlich überprüfen. Dazu gehören regelmäßige Brennproben, bei denen dieselben strengen Kriterien anzulegen sind wie bei der Erstprüfung. Denn die Kerze aus der aktuellen Produktion muss natürlich genauso ruß- und raucharm, ebenso tropffest und umweltverträglich sein wie die ursprünglich getesteten Exemplare. Die detaillierten Ergebnisse der Eigenüberwachung sind in Formblättern festzuhalten und sorgfältig zu archivieren.

Die Fremdüberwachung.

Mindestens einmal pro Jahr taucht im Betrieb des Herstellers Besuch auf: Ein neutraler, vereidigter Sachverständiger nimmt den Betrieb unter die Lupe. Er überprüft die lückenlose Dokumentation der Eigenüberwachung und schaut sich deren Ergebnisse bis ins Einzelne an. Zudem zieht er Proben aus der laufenden Produktion. Sie werden vom DEKRA-Prüfinstitut im gleichen Umfang wie bei der Erstprüfung untersucht. Stellt sich heraus, dass ein Hersteller gegen die Prüfbestimmungen verstoßen hat, kann ihm das Gütezeichen wieder entzogen werden.

Detailliertere Informationen liefert Ihnen das Internet unter: www.kerzenguete.com

Rohstoff

Eine Kerze besteht aus zwei Bestandteilen:
Docht + Rohstoff

Docht

Der Docht aus mehreren Baumwollfäden hat die Aufgabe, die Brennmasse in die Verbrennungszone zu saugen. Er muss abgestimmt sein auf Kerzenart, Kerzendurchmesser, Herstellungsverfahren und Brennmasse. Dochte unterscheiden sich durch unterschiedliche Saugfähigkeit, Garnart und -stärke sowie ihre chemische Präparation.

Paraffin

In Deutschland und in den Nachbarländern sind über 80% der Kerzen Paraffinkerzen, d. h. bestehen aus Paraffin. 
Paraffin ist ein Mineralwachs, das bei der Schmierölproduktion anfällt. Es lässt sich sehr gut verarbeiten und ist daher Rohstoff Nummer 1 für die Kerzenproduktion. Paraffin ermöglicht auch eine sehr gute Brennqualität. 
Zudem ist Paraffin preiswerter als Bienenwachs.

Bienenwachs

Kerzen aus Bienenwachs haben nur einen Anteil von etwa ½ % der deutschen Kerzenproduktion. Bienenwachs ist ein hochwertiges, natürliches Wachs, das bei der Honigerzeugung als Nebenprodukt entsteht und aus den Bienenwaben gewonnen wird. Bienenwachs stellt wegen seiner Viskosität etwas höhere Anforderungen an die Verarbeitung. Die Verfahren Ziehen und Pulverpressen eignen sich nicht. Die fertigen Kerzen haben die sympathische Bienenwachsfarbe und den leichten Honigduft. Die Brennqualität ist keinesfalls besser als diejenige von Paraffin- und Stearinkerzen. Da es relativ klebrig ist, eignet es sich eher für die handwerkliche Verarbeitung oder als Beimischung zu Paraffin (10% Bienenwachs Kerzen).

Stearin

Stearinkerzen haben einen Anteil von schätzungsweise 20%. Stearin wird in einem gewissen Umfange für die Herstellung von Tafelkerzen und Spitzkerzen eingesetzt, entweder für die gesamte Brennmasse oder als Zusatz bis 25% zu Paraffin. In manchen anderen Ländern hat Stearin einen größeren Anteil, z. B. in Norwegen und Schweden. Stearin besteht überwiegend aus pflanzlichen Fettsäuren.

Fertigung

Pressen - Ziehen - Gießen.

Mit jeder dieser Produktionsmethoden kann eine sehr gute Kerzenqualität erzielt werden. Es kommt dabei entscheidend auf die optimale Abstimmung aller Einflußfaktoren an, d. h. der Wachsart, der Tauchmasse, des Dochtes und der Produktionsmethode.

Pressverfahren

Das Pressverfahren ermöglicht eine rationelle Produktion großer Stückzahlen. Stumpenkerzen zum Beispiel werden aus Paraffinpulver gepresst.

Ziehverfahren (Zugmaschine)

Vielfache Wicklung eines langen Dochtstranges (mehrere hundert Meter) um zwei große Trommeln, die im Abstand von einigen Metern einander gegenüberstehen und sich drehen. Dabei durchläuft der Strang ein Wachsbad und wird bei jedem Durchlauf um eine Wachsschicht stärker.

Gießverfahren

Beim Gießverfahren wird heißes Wachs in eine entsprechende Form gegossen. Diese Herstellungsart eignet sich für besondere Kerzenformen, die sich durch Pressen oder Ziehen nicht erreichen lassen.


Weiterverarbeitung

Die gepressten, gezogenen oder gegossenen Kerzen können nun noch weiter bearbeitet werden. Rohkerzen können durch Tauchen mit einer Farbschicht versehen werden. Die Tauchmasse wird mit Pigmentfarben, die UV-stabil sind, eingefärbt. So ist die Kerze lichtecht und behält auch nach längerer Zeit noch ihren dekorativen Charakter. Der Farbmantel besteht aus Wachsen, die erst bei einer höheren Temperatur, also später schmelzen als das Wachs des Kerzenkerns. Dies führt beim Abbrand zur guten Ausbildung einer Brennschüssel rund um den Docht, d. h. die Tropffestigkeit ist verbessert.
Durch klare bzw. farbige Lacke kann eine für Wachs ansonsten untypische brillante, glänzende Oberfläche erreicht werden.

Weiter besteht die Möglichkeit, die Kerzen mit Motiven (z.B. im Siebdruck-Verfahren) oder mit Applikationen zu verzieren.

Kerzen tauchen
Kerzen bedrucken / Siebdruck
Kerzen lacken
Kerzen lacken
Kerzen verzieren
Kerzen verzieren
Kerzen verzieren
Kerzen bemalen
Dekore stanzen
Kerzen zwicken
Altarkerzenstränge schneiden
Verpackerei
maschinell tauchen
Ziehkaliber
Altarkerzen extrudieren
Altarkerzen maschinell tauchen
Altarkerzenanlage / Extruderpresse
Altarkerzenanlage

Tipps zur Kerzenpflege

So haben Sie länger Freude an Ihren Kerzen

  • Kerzen nicht zu dicht nebeneinander aufstellen
  • Zugluft vermeiden – die Kerzen brennen sonst unruhig oder einseitig ab
  • Docht mit der Schere etwas kürzer schneiden, falls die Flamme rußt
  • Drücken Sie den weichen Kerzenrand ab und an leicht nach innen
  • Löschen Sie die Kerze, indem Sie den Docht kurz in die flüssige Schmelzschüssel tauchen:
    so lässt sich der Docht auch wieder leichter anzünden
  • Die verkohlte Dochtspitze beim Wiederanzünden nicht abbrechen
  • Ist der Docht zu kurz, schneiden Sie den Kerzenkopf mit einem Messer etwas frei

Flamme auslöschen

Wenn Sie den Docht zum Auslöschen in das flüssige Wachs tauchen und gleich wieder aufrichten, raucht er nicht nach - und die Kerze lässt sich das nächste Mal leichter anzünden.

Dochtlänge

Die ideale Dochtlänge beträgt 10 bis 15 mm. Ein längerer Docht verursacht Rußabgabe – kürzen Sie ihn vorsichtig mit einer Schere. Es gibt besondere Dochtscheren. Wenn die Flamme zu verkümmern droht, ist der Docht zu kurz. Dann können Sie die Flamme auslöschen und vorsichtig etwas flüssiges Wachs abgießen.

Zugluft vermeiden

Kerzen vertragen keine Zugluft. Bei Zugluft wird die vollständige Verbrennung gestört, die Kerze beginnt zu rußen, zu tropfen und brennt einseitig ab.

Sicherheit

Die Kerze ist ein lebendiges Licht. Die offene Flamme muss unter Beobachtung gehalten werden und sollte nie ohne Aufsicht brennen!

Kerzen richtig aufstellen

Kerzen müssen fest und sicher aufgestellt werden (Leuchter, Schale), so dass sie während des Abbrandes nicht umkippen können. Die Vorrichtung sollte hitzefest sein und nicht entflammbar.

Abstände

Kerzen nicht zu dicht neben- und übereinander stellen. Achten Sie auf genügend Abstand.

Brennteller

Immer sauber halten. Streichholzreste, Dochtstücke, sonstige Verunreinigungen gehören nicht in den Brennteller.

Kinder & Haustiere

Die Kerze außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren brennen lassen.

entflammbare Gegenstände

Die Kerze nicht auf oder in der Nähe von leicht entflammbaren Gegenständen brennen lassen.

Wärmequellen

Kerzen nicht in die Nähe von Wärmequellen stellen.

Einseitiges Abbrennen

Einen brennenden Docht können Sie vorsichtig zur Seite biegen, wenn die Kerze einseitig abbrennt. Einen erstarrten Docht nie biegen oder gar abbrechen.

Rußabgabe

Eine brennende Kerze darf nur minimal Ruß abgeben. Fall die Rußabgabe deutlich erkennbar wird, muss man eingreifen: Zugluft vermeiden oder den Docht kürzen, notfalls die Flamme auslöschen.

Brenndauer

Dicke Kerzen sollten jedesmal wenigstens so lange brennen, bis der ganze Brennteller flüssig geworden ist. Sonst brennen sie hohl ab und die Flamme kann verkümmern.

Kerzenrand

Den Kerzenrand nicht beschädigen, sonst läuft das flüssige Wachs aus. Bleibt mal ein zu hoher Rand stehen, dann schneiden Sie ihn im warmen Zustand ab.

Dochtkrümmung

Der Docht ist so konstruiert, dass er während des Brennens zum Rand der Flamme hin gekrümmt bleibt, weil die Dochtspitze am Flammenrand am besten verglüht. Beim Anzünden einer neuen Kerze kann man den Docht vorsichtig gerade stellen.

Wachsflecken

Lassen sich in der Regel leicht abziehen oder abbröckeln. Falls dies nicht gelingt, entfernt man sie aus Textilien, indem man saugfähiges Papier (Löschpapier) auf die Wachsflecken legt und das Papier mit einem heißen Bügeleisen bestreicht, so dass das Papier das Wachs aufsaugt. Befinden sich Wachsflecken auf glatten Flächen so kann man die Flecken mit einem Fön flüssig machen und dann mit Papier aufsaugen.

Geschichte der Kerze

Die Erfindung der Kerze liegt - Schätzungen zufolge - mindestens 3000 Jahre zurück. So ist beispielsweise bekannt, dass im Vorderen Orient zu dieser Zeit bereits "Kerzen" verwendet wurden. Diese hatten allerdings mit den Kerzen, wie wir sie heute verwenden, nur wenig gemeinsam: Sie bestanden aus Stroh, Hanf oder Schilfrohr, das in Fett oder Harz eingetränkt wurde.

Erst viel später wurde das Bienenwachs als Brennmaterial entdeckt. So stammt die älteste heute noch erhaltene Wachskerzen aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. Heute ist sie in der provenzalischen Stadt Vaison/la Romainezu finden.

Noch im Mittelalter war das Wachs so teuer, dass es - wie Zobelfelle oder Flachs - als Zahlungsmittel akzeptiert wurde. Daher konnten sich nur die Kirche sowie wohlhabende Fürstenhäuser diese luxuriöse Lichtquelle leisten. Das gemeine Volk musste sich hingegen mit Kienspänen, den Spänen von stark verharztem Kiefernholz, begnügen. Diese hatten aber den großen Nachteil, dass sie beim Abbrennen sehr starken Rauch entwickelten.

Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts, als die ersten größeren Produktionsstätten entstanden, gelangte die Kerze zu einer weiteren Verbreitung. Der Luxusartikel "Kerze", der bis dahin den sehr wohlhabenden Schichten vorbehalten blieb, wurde endlich bezahlbarer.

1824 dann meldete der französische Chemieprofessor Eugenè Chevreul ein Patent zur Herstellung von Kerzen aus Stearin an, einem aus den Fettsäuren Palmitinsäure und Stearinsäure bestehenden, wachsartigem Gemisch. 1825 folgte ein Zusatzpatent für einen geflochtenen und chemisch konservierten Docht. Damit war die "Geburt" der Kerze in ihrer heutigen Form besiegelt.

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